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Frauenschutz

Seit einigen Jahren verlangt der Wandel der Migration einen interkulturellen Ansatz zu den Themen Geschlechterdisparität, soziale Marginalität und Gewalt gegen Frauen. Trama di Terre ist ein italienischer Verein, der 1997 in Imola (Bologna) von Frauen und für Frauen aus verschiedenen Ländern gegründet wurde. Der Verein fördert die Interkulturalität und das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung. Das Interkulturelle Zentrum stellt dabei einen Ort der Begegnung, Konfrontation und des Kampfes für Freiheit dar.

Die Frauen, die sich an Trama di Terre wenden, finden durch die Projekte und Strukturen des Vereins Zuflucht, Hilfe und Unterstützung. Die Unterkunftsvermittlung richtet sich an Frauen in Situationen wirtschaftlicher Fragilität, Gewalt, Wohnraumnot. Sie werden in einer femininen Gemeinschaft aufgenommen und durch Italienisch-Sprachkurse und interkulturelle Mediation in verschiedenen Lebensbereichen (sozial, medizinisch, schulisch) in ihrer Autonomie bestärkt.

Das Anti-Gewalt-Zentrum und dessen Unterkünfte sind eine Oase des Friedens für Frauen auf der Flucht vor Zwangsehen und Gewalt. Sie erfahren Schutz, Aufmerksamkeit, rechtlichen Beistand und Unterstützung bei der Arbeitssuche. Im Jahr 2014 initiierte Trama di Terre ein Flüchtlingsprojekt zur Aufnahme von Asylsuchenden unter besonderer Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Gewalt in ihren Herkunftsländern, während der Reise und bei der Ankunft.

Jährlich besuchen etwa 500 Frauen das Interkulturelle Zentrum. Das Anti-Gewalt-Zentrum nimmt zwischen 80 und 100 Frauen auf. 34 Plätze sind für weibliche Asylbewerberinnen reserviert, wobei die Zahlen je nach Dauer der Aufnahmeprojekte variieren können.




Die Obdachlosigkeit gilt heutzutage als eines der größten sozialen Probleme in Deutschland und vielen anderen Staaten. Dabei vermischt sich die „alte“, bereits lange vorhandene Obdachlosigkeit mit neu hinzugekommenen Erscheinungsformen, zum Beispiel durch einen zunehmenden Anteil an Flüchtenden. Schätzungen zufolge, leben in Berlin über 6000 Menschen auf der Straße – ein Drittel davon sind Frauen. Die Situation der Frauen ist in diesem Zusammenhang besonders schwierig. Viele berichten von einem stetigen Gefühl der Unsicherheit und bereits erlebten Übergriffen.

Evas Haltestelle ist eine Anlaufstelle für eben diese Frauen. Seit über 20 Jahren, bietet sie einen sicheren Ort, an dem Frauen ohne Obdach ihre Grundbedürfnisse nach Essen, Schlaf, Körper- und Wäschepflege erfüllen können. Sie erfahren außerdem Unterstützung bei der Suche nach einer ständigen Unterkunft und bei der Prüfung und Durchsetzung rechtlicher Ansprüche. Im Winter werden bei Evas Haltestelle Notunterkünfte für die Nacht eingerichtet. Zwei Sozialarbeiterinnen und eine Reihe ehrenamtlich engagierter Frauen sichern den täglichen Betrieb der Einrichtung.

In diesem Jahr hätte Evas Haltestelle beinahe schließen müssen. Ihr Mietvertrag wurde kurzfristig gekündigt und aufgrund der heiklen Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt, war es sehr schwer eine neue Bleibe zu finden. Glücklicherweise hat Evas Haltestelle jetzt eine neue Adresse und konnte sich im gleichen Atemzug sogar vergrößern. In den neuen Räumlichkeiten haben mehr als 100 Frauen Platz. Notunterkünfte für die Nacht konnten ebenfalls aufgestockt werden. Edenly wünscht Evas Haltestelle viel Kraft für den Umzug und natürlich Freude im neuen « zu Hause ».




Das primäre Ziel der SOS-Kinderdörfer ist es, Kindern in Not ein Zuhause zu bieten und zur Verbesserung der sozialen Situation benachteiligter Jugendlicher und Familien beizutragen. Kinder, deren biologische Eltern sich nicht um sie kümmern können, wird so die Möglichkeit gegeben, dennoch in einer familiären Umgebung aufzuwachsen.

Das erste Dorf für alleingelassene Kinder wurde 1949 von Hermann Gmeiner in Österreich gegründet. Die damalige Feststellung lautete, dass ein Kind zum Aufwachsen ein Elternteil, Geschwister, ein Haus und ein Dorf benötige. Heute sind die SOS-Kinderdörfer in 134 Ländern und Regionen weltweit mit mehr als 2700 Einrichtungen vertreten.

Ihre Arbeit konzentriert sich heute nicht mehr ausschließlich auf die Dörfer. Sie unterstützen auch Jugendliche mit Freizeit-, Wohn- und Ausbildungsangeboten. Der Verein umfasst ebenfalls Dorfgemeinschaften für junge Menschen mit geistiger und emotionaler Behinderung.

Edenly ist besonders angetan von den "Mütterzentren", die alleinerziehenden Eltern die Möglichkeit bieten, Kontakte zu knüpfen, kostenlos an Aktivitäten teilzunehmen und ihre Kinder bei Bedarf betreuen zu lassen. Wir freuen uns, alleinstehende Mütter (Väter, Omas und Opas) unterstützen zu dürfen, die ihr Privat- und Berufsleben ohne familiäre Unterstützung meistern müssen.




Jedes Jahr werden 15 Millionen Mädchen vor dem 18. Lebensjahr verheiratet. Das sind 28 Mädchen pro Minute: 1 alle 2 Sekunden. Kinderehe verstößt gegen das Recht der Mädchen aus Gesundheit, Bildung und Entwicklung. Sie sind ihr ganzes Leben lang Gewalt ausgesetzt und in einem Kreislauf der Armut gefangen. Die Kinderehe wird durch Armut, Ungleichheit der Geschlechter, Tradition und Unsicherheit angetrieben. Sie kommt in verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen vor und ist je nach Gemeinschaft unterschiedlich.

Girls Not Brides ist eine globale Partnerschaft von mehr als 800 Organisationen aus über 95 Ländern auf der ganzen Welt. Sie setzt sich für das Abschaffen der Kinderehe ein. Den Mädchen soll ermöglicht werden, ihr Potenzial auszuschöpfen. Sie schlagen lokale und kontextbezogene Lösungen in Form von Crowdfunding vor und setzen diese um. Die Projekte von Girls not Brides zielen darauf ab, Mädchen zu stärken, Familien und Gemeinschaften zu mobilisieren, Dienstleistungen zu erbringen und Gesetze umzusetzen.

Edenly verfolgt die Durchführung der Maßnahmen dieser großartigen Organisation seit langem - und wir fühlen uns geehrt, sie unterstützen zu können.